Der folgende Text entstand schon letzte Woche und konnte aus Zeitgründen nicht online gehen. Dafür habt ihr nun umso mehr;)
Hallo und liebe Grüße aus Kanada :)!
Ich bin nun also gelandet und bevor es morgen schon wieder in eine andere Richtung geht und ich sicherlich danach noch mehr zu erzählen habe, kommt hier eine kleine Zusammenfassung meines bisherigen Werdeganges. Der Hinflug war super! Besser hätte es eigentlich nicht laufen können. Meine Eltern und ich waren pünktlich da, um einen Fensterplatz zu reservieren, das Gepäck aufzugeben und noch etwas zu essen. Dann hieß es bald: ab zum Gate. Die Sicherheitskontrollen selbst waren relativ human. Ich wurde nicht zu sehr verhört und mehr als meinen Gürtel musste ich in Deutschland nicht abnehmen (in den USA mussten dann noch die Schuhe daran glauben.)
Der 1. Flug von Frankfurt bis nach Washington verlief problemlos. Ich saß neben Murat, einem jungen Doktorant, der schon öfter geflogen war und somit unter anderem die Qualität des Essens empirisch auswerten konnte (vergleichsweise das Beste was es geben kann!). Durch den ziemlich wolkenlosen Himmel war es ebenfalls möglich zu sehen, ob wir gerade über Land oder Wasser waren. Das Einzige, was störte, war die Lautstärke der Treibwerke. Etwas Lustiges darüber: ich saß nicht nur am Fenster, sondern am Notausgang. Das heißt, ich wurde von einer netten Stuardess zu Beginn des Fluges gefragt, ob ich mich mental gesund fühle und ich dachte nur „Woher weiß sie, dass ich zum ersten Mal fliege?!“, aber zum Glück gab es ja Murrat.. Schlafen konnte ich im Flugzeug allerdings nicht, was auch daran lag, dass wir eigentlich nur der Sonne entgegenflogen und es stetig bis Washington hell war, also machte ich einige Spaziergänge in den Servicebereich und unterhielt mich von circa 2 bis 3 Uhr deutscher Zeit mit einem New Yorker Studenten und einem Texikaner, die absolut ihre Herkunftsklischees erfüllten. Ich bediente mich aber ebenfalls einem Klischee und trank einen Tomatensaft auf Eis und ganz ehrlich, er schmeckt dort oben genauso wie unten; also nichts mit Druckeinfluss auf Geschmack! Die Landung selbst war ziemlich smooth! Dennoch ziemlich durchgenudelt, selbst nach 5 Tassen Kaffee, trottete ich zu meinem Gepäck. DENN: in den USA muss man das Gepäck nochmals aufgeben. Ich war überglücklich als ich meinen Rucksack auf dem Fließband sah. ABER: Zu früh gefreut, der komplette untere Teil des Rucksacks samt Schutzsack war voll von einer öligen Substanz und stank nach ranziger Butter. Meine gute Laune war dahin, noch dazu wurde ich nun ziemlich müde.
Die Maschine von Washington nach Ottawa war klein, sehr klein, eine Art Jet. Wir waren ungefähr 20 Mann. Kaffee gab es aber trotzdem und einen netten Herrn neben mir, der die gleiche Bücherserie wie ich laß. So verflogen (ha! Wortwitz!) die anderthalb Stunden schnell und ich landete wieder sehr sacht in der Hauptstadt Kanadas. Mein Rucksack war nun noch öliger und ich ziemlich erledigt. Die halbe Stunde in der Einwanderungsbehörde machte das nicht besser. Ich war deshalb sehr froh, als ein älterer Herr meinen Namen am Ausgang sagte, den ich also als Peter, meinen Ansprechpartner, erkannte und der mich in meine neue Heimat fahren sollte. Nach einem Begrüßungsbier, ein wenig Smalltalk, ein paar Anrufen und einigen Heimwehtränen durfte ich gegen halb eins kanadischer Zeit endlich ins Bett fallen.
Ach, das freut mich, dass du gut angekommen bist und gut versorgt wirst mit toller Unterkunft, gutem Essen und netter Gesellschaft!!! *drück, drück, drück* Hab jetzt jeden Tag mehrfach deinen Blog nach Neuigkeiten durchsucht. Und Neid kommt auch auf...35°C...grr, hier wirds Herbst und wir freuen uns ein Loch in den Bauch, wenn es nochmal 20°C werden.
AntwortenLöschenIch wünsche dir noch ganz viel Spaß und viele schöne Erfahrungen!!
Bis ganz bald,
Masu