31. August 2010
Ein Wochenende in Watford - Dienstag
30. August 2010
Ein Wochenende in Watford - Montag
Dazu gab es einen kleinen Hasenstall mit Babyhasen (3 Wochen, schon mit Fell), von denen ich einen ein paar Minuten in den Händen halten durfte. Danach war er allerdings ziemlich fertig und schlief gleich wieder im Käfig ein. Ist schon aufregend, wenn eine Deutsche einen zum ersten Mal in den Händen hält.. ;)
Außerdem gab es da Hühner, Kühe und einen riesigen Hund, der am liebsten Walzer mit einem getanzt hätte, sooft wie er an den anderen hochgesprungen ist. Dann fuhren wir zum Originalort des Buches Onkel Toms Hütte, was heutzutage ein Museum ist. Naja, ein Museum im amerikanischen Stil – viel anfassen, wenig lesen, da fühlte ich mich doch etwas unterfordert. Im Anschluss ging es dann zu den ältesten Ölfeldern Nordamerikas, wo das Öl immer noch mit den gleichen Pumpen transportiert wird, die bei der Entdeckung des Öls angebaut wurden.
29. August 2010
Ein Wochenende in Watford - Sonntag (der Reunionday)
Am Nachmittag ging es dann zur Reunion der Familie in einen großen (und damit meine ich kanadisch-klein) Park, in dem auch ein kleiner Badesee war. Die Familie war nicht ganz vertreten und trotzdem waren es fast 100 Leute! Ich spielte einige Runden Kupp und wurde von mal zu mal schlechter, unterhielt mich mit fast allen Geschwistern, erinnerte mich am Ende aber nur an maximal 5 Namen. UND ich genoss mein erstes kanadisches Barbeque und es war umwerfend. Das Fleisch war toll zubereitet von einem Neffen Peters.
28. August 2010
Ein Wochenende in Watford - Samstag (Ankunft)
27. August 2010
Der erste Tag
Der Hinflug
Der folgende Text entstand schon letzte Woche und konnte aus Zeitgründen nicht online gehen. Dafür habt ihr nun umso mehr;)
Hallo und liebe Grüße aus Kanada :)!
Ich bin nun also gelandet und bevor es morgen schon wieder in eine andere Richtung geht und ich sicherlich danach noch mehr zu erzählen habe, kommt hier eine kleine Zusammenfassung meines bisherigen Werdeganges. Der Hinflug war super! Besser hätte es eigentlich nicht laufen können. Meine Eltern und ich waren pünktlich da, um einen Fensterplatz zu reservieren, das Gepäck aufzugeben und noch etwas zu essen. Dann hieß es bald: ab zum Gate. Die Sicherheitskontrollen selbst waren relativ human. Ich wurde nicht zu sehr verhört und mehr als meinen Gürtel musste ich in Deutschland nicht abnehmen (in den USA mussten dann noch die Schuhe daran glauben.)
Der 1. Flug von Frankfurt bis nach Washington verlief problemlos. Ich saß neben Murat, einem jungen Doktorant, der schon öfter geflogen war und somit unter anderem die Qualität des Essens empirisch auswerten konnte (vergleichsweise das Beste was es geben kann!). Durch den ziemlich wolkenlosen Himmel war es ebenfalls möglich zu sehen, ob wir gerade über Land oder Wasser waren. Das Einzige, was störte, war die Lautstärke der Treibwerke. Etwas Lustiges darüber: ich saß nicht nur am Fenster, sondern am Notausgang. Das heißt, ich wurde von einer netten Stuardess zu Beginn des Fluges gefragt, ob ich mich mental gesund fühle und ich dachte nur „Woher weiß sie, dass ich zum ersten Mal fliege?!“, aber zum Glück gab es ja Murrat.. Schlafen konnte ich im Flugzeug allerdings nicht, was auch daran lag, dass wir eigentlich nur der Sonne entgegenflogen und es stetig bis Washington hell war, also machte ich einige Spaziergänge in den Servicebereich und unterhielt mich von circa 2 bis 3 Uhr deutscher Zeit mit einem New Yorker Studenten und einem Texikaner, die absolut ihre Herkunftsklischees erfüllten. Ich bediente mich aber ebenfalls einem Klischee und trank einen Tomatensaft auf Eis und ganz ehrlich, er schmeckt dort oben genauso wie unten; also nichts mit Druckeinfluss auf Geschmack! Die Landung selbst war ziemlich smooth! Dennoch ziemlich durchgenudelt, selbst nach 5 Tassen Kaffee, trottete ich zu meinem Gepäck. DENN: in den USA muss man das Gepäck nochmals aufgeben. Ich war überglücklich als ich meinen Rucksack auf dem Fließband sah. ABER: Zu früh gefreut, der komplette untere Teil des Rucksacks samt Schutzsack war voll von einer öligen Substanz und stank nach ranziger Butter. Meine gute Laune war dahin, noch dazu wurde ich nun ziemlich müde.
Die Maschine von Washington nach Ottawa war klein, sehr klein, eine Art Jet. Wir waren ungefähr 20 Mann. Kaffee gab es aber trotzdem und einen netten Herrn neben mir, der die gleiche Bücherserie wie ich laß. So verflogen (ha! Wortwitz!) die anderthalb Stunden schnell und ich landete wieder sehr sacht in der Hauptstadt Kanadas. Mein Rucksack war nun noch öliger und ich ziemlich erledigt. Die halbe Stunde in der Einwanderungsbehörde machte das nicht besser. Ich war deshalb sehr froh, als ein älterer Herr meinen Namen am Ausgang sagte, den ich also als Peter, meinen Ansprechpartner, erkannte und der mich in meine neue Heimat fahren sollte. Nach einem Begrüßungsbier, ein wenig Smalltalk, ein paar Anrufen und einigen Heimwehtränen durfte ich gegen halb eins kanadischer Zeit endlich ins Bett fallen.
26. August 2010
Jetzt gehts los...
Nachdem ich gestern noch fleißig gepackt(mein Rucksack wiegt gerade mal 15kg!), mich von einigen lieben Menschen noch verabschiedet habe und eine kleine nervenzerreißende Probe durchstehen musste, bin ich voller Vorfreude und Erwartung auf das, was da kommt. Dabei sah es gestern für mich für einen kleinen Moment danach aus, dass ich garnicht fliegen würde. Meine größte Angst besteht nämlich nicht darin, dass ich in Ottawa nicht zurecht komme, nein meine größte Angst ist, erst garnicht dahin zu kommen. So war es gestern Zufall, dass ich von einem Touristenvisum erfuhr, dass ich brauche wenn ich in der USA umsteigen will. Ich war geschockt! Visa brauchen normalerweise Tage, WOCHEN... aber dieses konnte dann doch nach 30 min ausfindig gemacht werden und war schnell per Mail in meinem Postkasten. Eine gute Nachricht kam auch gestern noch von der Professorin, die mir das Praktikum vermittelt hatte. Sie hatte mit meinem dortigen Ansprechpartner Peter Sanders telefoniert und wusste schon, was ich am Wochenende machen werde. :) Geplant ist ein Ausflug zu seiner Familie in die Nähe von Detroit, da diese wohl ein Fest feiert. Und auf dem Rückweg... suprise!... soll es an den Niagarafällen vorbeigehen. Gleich am ersten Wochenende!!! Jippie!
Es kann nun also losgehen voller Vorfreude und wenn ich daran denke, schlägt mir mein Herz bis zum Hals. Für alle, die es nicht mehr genau wissen: es geht um ein Praktikum an der Catholic School Board in deren Auftrag ich in den Schulen Ottawa als Seelsorger, Lehrer und in der Verwaltung tätig sein werde. So ist es geplant...
Ich werde Deutschland und euch alle hier vermissen und verspreche soviele Karten wie möglich zu schreiben. Dieser Post wird auch hoffentlich oft genug aktualisiert. Also schaut bei Gelegenheit mal rein. Fühl euch alle nochmal gedrückt! Und wenn ihr heute gegen 17:30Uhr einen Flieger am Himmel seht, der aus Richtung Frankfurt Richtung Norden fliegt, dann winkt mal kräftig - das könnte ich sein! :)